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Medikamentengruppen

Medikamente gegen ADHS

ADHS steht für Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung oder auch hyperkinetisches Syndrom. Die Erkrankung tritt meist im Kindesalter auf, kann aber bis zum Erwachsenenalter anhalten. Als Ursache wird eine Übertragungsstörung der Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin im Gehirn angenommen, die zu einer gestörten Informationsverarbeitung führen kann. Auch psychosoziale Faktoren können eine Rolle spielen. Symptome sind u.a. nicht-altersgerechtes Verhalten wie z.B. Konzentrationsstörungen oder starke motorische Unruhe.

ADHS wird sowohl psychotherapeutisch und psychosozial wie auch medikamentös behandelt.

Zur medikamentösen Therapie werden momentan zwei Wirkstoffe eingesetzt: Das Psychostimulanz Methylphenidat, das unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, und der Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer Atomoxetin, der erst seit März 2005 auf dem Markt ist.

Methylphenidat erhöht die Dopaminkonzentration im Gehirn, und Atomoxetin verlangsamt die Wiederaufnahme von Noradrenalin in die Zelle, was zu einer längeren Wirkung von Noradrenalin führt.

Zu Beginn der Behandlung können bei beiden Wirkstoffen Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen oder verminderter Appetit auftreten.

Gerade bei der Behandlung von Kindern ist es sehr wichtig, dass die Eltern eng mit dem behandelnden Arzt zusammenarbeiten und auftretende Fragen oder mögliche Nebenwirkungen mit ihm besprechen.

Weitere Einzelheiten und Nebenwirkungen finden Sie unter Methylphenidat und Atomoxetin.

Wirkstoffe

Atomoxetin

Methylphenidat



© Elsevier GmbH 2007


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