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Patienten mit Zwangsstörungen leiden meist an einer Kombination von Zwangsgedanken und Zwangshandlungen.
Zwangsgedanken drängen sich den Betroffenen gegen seinen Willen auf und werden als sinnlos und quälend empfunden. Die Inhalte der Zwangsgedanken sind meist aggressiv oder handeln von Verschmutzung und Kontaminationen. So können Patienten mit Zwangsgedanken beispielsweise von der fixen Idee getrieben sein, beim Verlassen der eigenen Wohnung durch Umweltgifte vergiftet zu werden. Bei der Rückkehr in ihre Wohnung würden sie dann folglich alle Giftstoffe, die an ihrer Kleidung und den Schuhen kleben, in die Wohnung tragen und somit ihre Wohnung kontaminieren.

Durch die Zwangshandlungen, die meist auf solche Gedanken folgen, muss sich der Patient also zuerst seiner Kleidung und Schuhe entledigen und sich gründlich waschen, bevor er seine Wohnung ohne Angstgefühl betreten kann.
Allerdings existieren auch Formen der Zwangsstörungen, bei denen die Patienten entweder nur von Zwangsgedanken oder nur von Zwangshandlungen betroffen sind.
© Elsevier 2007
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