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Informationen für Bezugspersonen

Das Zusammenleben mit Zwangskranken kann im Alltag zu Problemen führen. Beispielsweise blockieren Patienten mit Waschzwängen oft stundenlang das Bad. Zwangskranke brauchen auch oft viel Zeit, um sich auf Termine vorzubereiten.

Sie sollten nicht vergessen, dass es für den Patienten fast unmöglich ist, Zwangshandlungen zu unterbinden, solange er keine Verhaltensalternativen erlernt hat. Gelingt es dem Patienten, seinen Zwang vorübergehend zu unterdrücken, sollten Sie diese Leistung wahrnehmen und den Betroffenen dafür loben.

Von Außenstehenden einschließlich der Ärzte wird das Ausmaß gestörter Alltagsabläufe oft maßlos unterschätzt, z.B. kann schon das Betreten der Wohnung nach einem Einkauf eine halbe bis eine Stunde dauern.

Außerdem versuchen die Patienten häufig, Bezugspersonen in die Zwangshandlungen und Rituale zu integrieren, so dass nicht nur eine mittelbare Belastung der Familie bzw. des Partners durch die Blockierung des Kranken bezüglich des normalen Alltags entsteht, sondern eine direkte, da die Bezugsperson/Familie unmittelbarer Teil der Krankheitswelt wird.

© Elsevier 2007


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