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Wirkstoffe

Wirkstoff

Aripiprazol

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung der Schizophrenie und bei primär negativen Zuständen mit Verflachung von Empfindungen, emotionalem und sozialem Rückzug.

Primär negative Zustände mit Verflachung von Empfindungen, emotionalem und sozialem Rückzug.

Wirkmechanismus

Aripiprazol gehört zur Klasse der atypischen Neuroleptika. Diese Gruppe von Neuroleptika wird vor allem dadurch definiert, dass die zugehörigen Arzneistoffe bestimmte "typische" unerwünschte Wirkungen der älteren Neuroleptika signifikant seltener aufweisen.

Aripiprazol stabilisiert das Dopamin-Serotonin-System.

Dosierung

Die empfohlene Anfangs- und Erhaltungsdosis für Aripiprazol beträgt 15 mg/Tag. Die Dosis kann bis auf 30 mg/Tag gesteigert werden.

Änderungen der Dosis oder ein Beenden der Therapie sollten auf keinen Fall eigenmächtig vorgenommen werden, sondern nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Zur genauen und individuellen Art und Dauer der Einnahme oder Anwendung der einzelnen Präparate, die diesen Wirkstoff enthalten, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. Weitere Hinweise entnehmen Sie bitte der jeweils mitgelieferten Gebrauchsinformation.

Anwendungshinweise

Aripiprazol wird einmal täglich unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen.

Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz sollte die Dosierung vorsichtig erfolgen.

Aripiprazol beeinträchtigt das Reaktionsvermögen. Dadurch wird die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen vermindert.

Gegenanzeigen und Anwendungsbeschränkungen

Bei Krampfanfällen in der Anamnese oder bei Zuständen, die mit Krampfanfällen in Zusammenhang stehen, sollte Aripiprazol nicht verabreicht werden.

Keine Erfahrungen gibt es hinsichtlich der Anwendung bei älteren Patienten (> 65 Jahre).

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen sind: Gewichtszunahme, Benommenheit, Schlaflosigkeit, Akathisie (Unfähigkeit zu ruhigem Sitzenbleiben), Schläfrigkeit, Zittern (Tremor), verschwommenes Sehen, Übelkeit, Erbrechen, Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Verstopfung, Kopfschmerzen, allgemeine Kraftlosigkeit (Asthenie).

Gelegentlich treten Herzrasen (Tachykardie) oder orthostatische Hypertonie auf.

Aufgeführt wurden hier lediglich die wichtigsten und häufigsten Nebenwirkungen. Jeder Mensch reagiert in anderer Weise und höchst individuell auf Medikamente. Es ist daher nicht vorherzusagen, ob überhaupt und in welchem Ausmaß die oben genannten Nebenwirkungen auftreten.

Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Gabe von Chinidin, Fluoxetin, Paroxetin sollte die verschriebene Dosis auf die Hälfte reduziert werden, da ein Anstieg der Plasmakonzentration möglich ist.

Bei gleichzeitiger Gabe von Carbamazepin, Rifampicin, Rifabutin, Phenytoin, Primidon, Efavirenz, Nevirapin, Johanniskraut: Verdopplung der verschriebenen Dosierung, da eine Reduktion der Plasmakonzentration möglich ist.

Aufgeführt sind hier lediglich ausgewählte Beispiele für Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen. Lassen Sie sich in jedem Fall individuell beraten und informieren Sie Ihre behandelnden Ärzte über alle Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen, um solche Wechselwirkungen möglichst gering halten zu können.

Schwangerschaft und Stillzeit

In der Schwangerschaft bedarf es einer strengen Indikationsstellung, ansonsten sollte Aripiprazol nicht angewendet werden.

In der Stillzeit sollte Aripiprazol nicht eingenommen werden, bzw. bei Einnahme von Aripiprazol sollte abgestillt werden.

Kinder

Bisher liegt noch keine ausreichende Erfahrung zur Anwendung von Aripiprazol bei Kindern und Jugendlichen vor.

Diese auf den aktuellen Gebrauchsinformationen basierende Medikamentenbeschreibung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ersetzt nicht die Informationen auf dem Beipackzettel oder die ausführliche und individuelle Beratung durch den Arzt oder Apotheker. Diese Patienteninformation ist objektiv und nicht als Empfehlung oder Werbung für das jeweilige Produkt zu verstehen.

© Elsevier GmbH 2007


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