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Wirkstoff
Quetiapin
Anwendungsgebiete
Zur Behandlung der Schizophrenie und zur Behandlung von mäßigen bis schweren manischen Episoden. Weiterhin einsetzbar bei primär negativen Zuständen mit Verflachung von Empfindungen, emotionalem und sozialem Rückzug.
Wirkmechanismus
Quetiapin ist ein sog. atypisches Antipsychotikum (= Atypika). Diese sind außer bei der effektiven Behandlung positiver Symptome der Schizophrenie auch wirksam gegen negative, affektive und kognitive Symptombereiche - Domänen, in denen die typischen Neuroleptika weniger Erfolg gezeigt haben.
Atypika zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass die zugehörigen Arzneistoffe bestimmte "typische" unerwünschte Wirkungen der älteren Neuroleptika signifikant seltener aufweisen.
Biochemisch gesehen, gehört Quetiapin zu den Trizyklika. Es greift in verschiedene Neurotransmitter-Systeme im Gehirn ein.
Dosierung
Die übliche Tagesdosis liegt bei 300-450 mg, verabreicht in zwei Dosen.
Änderungen der Dosis oder ein Beenden der Therapie sollten auf keinen Fall eigenmächtig vorgenommen werden, sondern nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.
Zur genauen und individuellen Art und Dauer der Einnahme oder Anwendung der einzelnen Präparate, die diesen Wirkstoff enthalten, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. Weitere Hinweise entnehmen Sie bitte der jeweils mitgelieferten Gebrauchsinformation.
Anwendungshinweise
Quetiapin wird rasch resorbiert und fast vollständig in der Leber metabolisiert. Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion kann eine Dosisreduktion nötig sein.
Die Eliminationshalbwertzeit beträgt etwa 7 Stunden. Da Quetiapin bis zu 12 Stunden an die Rezeptoren bindet, reicht die zweimal tägliche Gabe.
Quetiapin beeinträchtigt das Reaktionsvermögen. Dadurch wird die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen vermindert.
Gegenanzeigen und Anwendungsbeschränkungen
Die gleichzeitige Gabe von HIV-Protease-Hemmstoffen, Antimykotika vom Azol-Typ, Erithromycin, Clarithromycin und Nefazodon ist kontraindiziert.
Anwendungsbeschränkungen sind auch die Kombination mit anderen zentralwirksamen Arzneimitteln und Alkohol.
Nebenwirkungen
Geringe, dosisabhängige Senkung der Schilddrüsenhormonspiegel, insbesondere des Gesamt-T4 und des freien T4 mit einem Maximum in den ersten 2-4 Behandlungswochen ohne weitere Abnahme in der Langzeitbehandlung. Häufige Nebenwirkungen: Benommenheit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Verminderung der Leukozytenzahl (Leukopenie), Synkope (Minderdurchblutung des Gehirns mit kurzdauernder Bewusstlosigkeit), Herzrasen (Tachykardie), orthostatische Hypotension, Rhinitis, Mundtrockenheit, Verstopfung (Obstipation), Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Gewichtszunahme, periphere Ödeme.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wie andere Arzneimittel, sollte auch Quetiapin während der Schwangerschaft nur nach strenger Nutzen-/Risikoabwägung durch den Arzt eingenommen werden.
Zur Anwendung von Quetiapin in der Stillzeit liegen keine Daten vor, sodass eine Einnahme in der Stillzeit zu vermeiden ist.
Kinder
Die Unbedenklichkeit und die Wirksamkeit des Wirkstoffs sind bei Kindern und Jugendlichen nicht ausreichend untersucht.
Diese auf den aktuellen Gebrauchsinformationen basierende Medikamentenbeschreibung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ersetzt nicht die Informationen auf dem Beipackzettel oder die ausführliche und individuelle Beratung durch den Arzt oder Apotheker. Diese Patienteninformation ist objektiv und nicht als Empfehlung oder Werbung für das jeweilige Produkt zu verstehen.
© Elsevier GmbH 2007
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