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Wirkstoff
Ziprasidon
Anwendungsgebiete
Zur Behandlung der Schizophrenie und von manischen oder gemischten Episoden bis zu einem mäßigen Schweregrad bei bipolaren Störungen. Bei primär negativen Zuständen mit Verflachung von Empfindungen, emotionalem und sozialem Rückzug.
Wirkmechanismus
Ziprasidon gehört zu den atypischen Neuroleptika. Durch Hemmung der Wirkungen bestimmter Botenstoffe (Dopamin und Serotonin) im Gehirn werden sowohl Positiv- als auch Negativsymptomatik beeinflusst.
Dosierung
In der Akutbehandlung der Schizophrenie und bipolaren Manie: 2 x 40 mg bis max. 2 x 80 mg/Tag. Erhaltungsdosis so niedrig wie möglich halten, in vielen Fällen 2 x 20 mg/Tag ausreichend.
Änderungen der Dosis oder ein Beenden der Therapie sollten auf keinen Fall eigenmächtig vorgenommen werden, sondern nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.
Zur genauen und individuellen Art und Dauer der Einnahme oder Anwendung der einzelnen Präparate, die diesen Wirkstoff enthalten, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. Weitere Hinweise entnehmen Sie bitte der jeweils mitgelieferten Gebrauchsinformation.
Anwendungshinweise
Einleitende intramuskuläre Therapie, Fortsetzen mit oraler Medikation.

Die Bioverfügbarkeit steigt bei Einnahme zum Essen deutlich an.
Ziprasidon beeinträchtigt das Reaktionsvermögen. Dadurch wird die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen vermindert.
Gegenanzeigen und Anwendungsbeschränkungen
Ziprasidon verlängert das QT-Intervall im EKG dosisiabhängig leicht bis mäßig. Daher darf es nicht verordnet werden nach akutem Herzinfarkt, bei Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen. Ebenso ist die gleichzeitige Gabe von Arzneistoffen, die die QT-Zeit verlängern können, kontraindiziert.
Anwendungsbeschränkungen bei ausgeprägter Bradykardie (langsame Herzschlagfolge), Krampfanfällen in der Vorgeschichte, schwerer Leberinsuffizienz. Elektrolytstörungen wie Hypokaliämie (verminderter Kaliumgehalt des Blutes) und Hypomagnesiämie (verminderter Gehalt des Blutserums an Magnesium) müssen vor Behandlungsbeginn korrigiert werden.
Bei älteren Patienten und eingeschränkter Leberfunktion sollte eine niedrigere Dosierung erwogen werden.
Nebenwirkungen
Im Vergleich zu anderen Neuroleptika treten unter Ziprasidon seltener extrapyramidalmotorische Störungen und Bewegungsstörungen auf.
Das Auftreten von Spätdyskinesien kann jedoch auch unter Ziprasidon nicht ausgeschlossen werden. In diesem Fall wird zu einer sofortigen Dosisreduktion oder zum Therapieabbruch geraten.
Häufige Nebenwirkungen sind: Benommenheit, allgemeine Kraftlosigkeit (Asthenie), Kopfschmerzen und Verstopfung. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind: Unruhe, Dystonie (Störung eines natürlichen Spannungszustandes), Parkinsonismus, Zittern (Tremor), Schwindel, Kopfschmerzen, verschwommenes Sehen, Übelkeit, Müdigkeit, Schläfrigkeit (Somnolenz), Mundtrockenheit.

Selten kommt es zum Auftreten depressiver Verstimmungen, Sehstörungen, Blutdruckschwankungen oder Schlaflosigkeit.
Aufgeführt wurden hier lediglich die wichtigsten und häufigsten Nebenwirkungen. Jeder Mensch reagiert in anderer Weise und sehr individuell auf die Wirkstoffe in Medikamenten. Es ist daher nicht vorherzusagen, ob überhaupt und in welchem Ausmaß die oben genannten Nebenwirkungen auftreten.
Wechselwirkungen
Bei gleichzeitiger Einnahme anderer Arzneimittel, die das QT-Intervall verlängern, kann es zu einem additiven Effekt kommen. Bei gleichzeitiger oraler Lithiumeinnahme besteht das Risiko pharmakodynamischer Interaktionen einschließlich Herzrhythmusstörungen.
Aufgeführt sind hier lediglich ausgewählte Beispiele für Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen. Lassen Sie sich in jedem Fall individuell beraten und informieren Sie Ihre behandelnden Ärzte über alle Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen oder kürzlich eingenommen haben, um Wechselwirkungen möglichst gering halten zu können.
Schwangerschaft und Stillzeit
In der Schwangerschaft sollte eine strenge Nutzen-Risiko-Abwägung getroffen werden. Ein ausreichender Konzeptionsschutz bei Frauen im gebärfähigen Alter ist angeraten.
In der Stillzeit darf Ziprasidon nicht angewendet werden, bei Einnahme von Ziprasidon ist ein Abstillen angeraten.
Kinder
Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren sollte Ziprasidon nicht verordnet werden.
Diese auf den aktuellen Gebrauchsinformationen basierende Medikamentenbeschreibung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ersetzt nicht die Informationen auf dem Beipackzettel oder die ausführliche und individuelle Beratung durch den Arzt oder Apotheker. Diese Patienteninformation ist objektiv und nicht als Empfehlung oder Werbung für das jeweilige Produkt zu verstehen.
© Elsevier GmbH 2007
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