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Was ist Glück: Biochemie oder Sehnsucht?
Das Streben nach dem Glück ist eine Grundkonstante des Menschseins. Doch, was Menschen für ihr Glück halten, könnte unterschiedlicher nicht sein: Die einen streben nach Reichtum und Macht, die anderen suchen ihr Glück in der Liebe, verzehren sich nach Schönheit oder setzen für die Freiheit ihr Leben aufs Spiel. Im Deutschen Hygienemuseum in Dresden beschäftigt sich derzeit eine Ausstellung intensiv mit dem Gefühl Glück.
Die Ausstellung "Glück-Welches Glück" will ihren Besuchern keinen weiteren Glücksratgeber anbieten, sie ist vielmehr ein fantasievoller Erlebnisparcours durch die historischen und gegenwärtigen Ausformungen des Glücks. Auf rund 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche begegnen dem Besucher ganz unterschiedliche Aspekte des Glücks. Ausstellungsmacher Meschac Gaba teilte die Szenografie der Ausstellung in sieben Themenbereiche: Liebe, Restaurant (Essen), Sport, Gehirn, Musik, Körper und Fortuna sind sieben Facetten des Glücks in sieben Ausstellungsräumen. "Ich machte den "Liebes"- Raum zum ersten Raum der Ausstellung, weil man Liebe braucht, um glücklich zu sein", erklärt der aus dem westafrikanischen Benin stammende Meschac Gaba. Die sechs weiteren Räume der Ausstellung sind in derselben Denkweise entwickelt, man kann ihre Beziehungen in den Titeln der Räume erkennen.
Die Palette der Ausstellungsstücke ist breit gefächert. Kunstwerke von Auguste Rodin, Albrecht Dürer und Joseph Beuys reihen sich ein neben antiken Amuletten, mittelalterlichen Kupferstichen und Exponaten aus der Wissenschaft. Im Ausstellungsraum "Gehirn" ist der Boden von einer begehbaren Gehirnlandkarte bedeckt. Hier können die Besucher über interaktive Objekte Licht-Reaktionen auslösen, die auf elementare Weise die Vorgänge im Belohnungszentrum des Gehirns verdeutlichen. Der Raum zum Thema Sport ist ganz in einem leuchtenden Blau gehalten, wie man es aus Basketballhallen kennt. Fotografien und Filmcollagen zeigen Extremsportler in Aktion: Freeclimber, Surfer, Skifahrer und Taucher. In der Mitte des Raums ragt eine Wand auf, die auf beiden Seiten mit szenografischen Objekten Meschac Gabas bespielt ist: Einer Rakete, die auf Schwerelosigkeit und Weltraumeroberung verweist, und einem Taucher, der in der Tiefe nach Erdölvorkommen sucht. Wer nach einem Be suc h im Dresdner Hygienemuseum noch nicht "glücklich" genug ist, kann das Thema noch mit Hilfe des Buches, das zur Ausstellung erschienen ist, vertiefen. (nec)
Die Ausstellung läuft noch bis 2. November 2008 und ist immer dienstags bis sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Parallel zur Ausstellung wird ein Begleitprogramm mit Vorträgen, Lesungen und Diskussionen angeboten. Info: www.dhmd.de
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