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Was ist eigentlich ...

...Komorbidität

...Komorbidität

Leidet ein Patient gleichzeitig an zwei eigenständigen, diagnostisch voneinander abgrenzbaren Krankheiten spricht der Mediziner von Komorbidität. Dabei wird die zuerst festgestellte Krankheit als Grunderkrankung angesehen und die zweite Störung als Komorbidität bezeichnet. Komorbidität ist eine Wortschöpfung aus dem lateinischen cum (= mit) und morbus (= Krankheit), eine Krankheit also, die zusammen mit einer anderen Erkrankung auftritt. Dabei muss es zwischen den beiden Krankheiten keinen ursächlichen Zusammenhang geben, eine Komorbidität unterscheidet sich demzufolge von einer Folgeerkrankung. Mediziner veranschaulichen dies so: "Man kann auch Flöhe UND Läuse haben" - was soviel heißt wie, dass das Eine mit dem Anderen nichts zu tun haben muss. Beispiele für häufige Komorbiditäten existieren viele: So leiden Schlaganfallpatienten häufig an Depressionen, die sowohl vor als auch nach dem Schlaganfall auftreten können.

Menschen mit Zwangserkrankungen haben meist auch Depressionen oder leiden unter Ängsten. Patienten mit Epilepsie haben laut einer Studie der Uniklinik Bonn häufig auch Schlaf- und Angstst örungen. Früher versuchte man noch, gleichzeitig auftretende Krankheiten getrennt voneinander zu behandeln. Heute ist dagegen klar, wie eng die Krankheiten häufig miteinander verstr ickt sind. Durch diese Gesamtwahrnehmung der Symptome lassen sich gemeinsam auftretende Krankheiten heute besser diagnostizieren und behandeln.

(c) MedCon Health Content AG


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